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Bericht Rotor Heft 12/2003

Helifantencup 180 plus in Coburg am 13 & 14.09.2003

Am 13./14. September 2003 stand zum 5. Mal der Helifantencup 180+ auf dem Wettbewerbskalender des DMFV. Ausgetragen wurde diese letzte offizielle Veranstaltung des Jahres wie im vergangenen Jahr beim MFC Coburg e.V. Die familiäre Atmosphäre, die perfekte Organisation und das tolle Fluggelände begeistern jedes Jahr Piloten aus nah und fern. Glücklicherweise war uns der Wettergott in diesem Jahr gnädig gestimmt und bescherte allen Piloten Sonne pur bei leicht böhigem, kühlen Wind.

Zum 5 jährigen Jubiläum reisten 34 Piloten mit über 64 Modellen an. Vom Grundsatz her handelt es sich beim Helifantencup 180+ um einen Wettbewerb für Modellhubschrauber mit einem Rotor-Ø von 180 cm und größer, die im Wettbewerbsverlauf in mindestens zwei Durchgängen an zwei Tagen entsprechend vorbildgetreu vorgeflogen werden. Bewertet wird das Ganze jeweils zu einem Drittel von einer Jury, von den Zuschauern und auch von den Teilnehmern selbst. So fließen in die Bewertung Gesichtspunkte aus verschiedenen Blickwinkeln ein, frei nach dem Motto: wem hat was am Besten gefallen.

Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die 180er Heliklasse heute zum Standardbild gehört und man mit dieser Größe eigentlich kaum noch Aufregung erregt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Modelle scheinbar immer größer werden wobei die obere Meßlatte bei 3 Metern Rotor-Ø geblieben ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Pilotenkreis bleibt und im Laufe der Jahre einfach die Augen schlechter werden. Da muß man ja zwangsläufig größere Modelle bauen – oder?

Insgesamt waren in diesem Jahr mehr Großmodelle am Platz als im Vorjahr, welches durch den Einsatz zahlreicher Turbinen in den unterschiedlichsten Modellvarianten geprägt war. Zwei Bell Jet Ranger III mit jeweils 3 Metern Rotordurchmesser pilotiert von Karl-Heinz Plich und Martin Söllner und PJW-R Jakadowsky-Turbine, sowie ein Long-Ranger gleichen Ausmaßes waren die Großen dieses Wochenendes. Wer aber genau hin sah und den Geldbeutel für die immer noch teuren Turbinen nicht öffnen will oder kann entdeckte vor dem Stand von Jürgen Schwing ein Modell was spontan am Platz den Namen Mega-Vision XXL verpasst bekam. Gebaut wurde diese Modell von Steffen Kwasny pilotiert von Peter Holtackers. Was uns Peter mit diesem 3 Meter Trainer in dem ein 54 ccm Solo arbeitet zeigte war sehr vielversprechend. Auf Nachfrage bei der Crew Kwasny/Schwing/Holtackers war dem Trio zu entlocken, dass für das nächste Jahr eine CFK-Version in Kleinserie geplant ist. Nicht zu vergessen ist natürlich in dieser Klasse Pernd Pöting, der wie immer mit seinem gesamten Equipment am Start war und seine UH 1D präsentierte.

Auch in der 2 Meter Klasse sah man Turbinen so weit das Auge reicht. So wurde von Matthias Tranziska eine Cobra mit Jet-Cat PHT3 und ein Jet Ranger III Prototyp mit PJW-R Jakadowsky aus dem Hause Vario mit Rotordurchmesser 2,50 Meter präsentiert. Unser Urgestein und einzig Übergebliebener aus der Oldenburger Szene WC (Wolfgang Carstens) musste ebenfalls mit einem neuen Modell unterwegs sein, hatte ich doch zufällig nach dem Wettbewerb 2002 sein Modell bei ebay gesehen. Und richtig – auch WC brachte in diesem Jahr einen Jet Ranger mit Turbine mit. Weitere Piloten in dieser Klasse waren: Mirco Friese – UH 1D – Turbine; Norbert Wybranietz – NH 90 – Turbine; Wolfgang Simon – NH 90 – Turbine; und andere.

Zum 2. Mal in Coburg dabei, brachte Volker König seinen selbst entwickelten und gebauten Sikorsky S 64 SkyCrane mit 6-Blatt-Rotor mit. Bernd Fischer zeigte in der Wertung seine mit Sonderfunktionen ausgestattetet Sikorsky CH 53 mit Mehrblattkopf. Bei den Zuschauern kam besonders gut an, als er seine Heckklappe öffnete und der Filius sein ferngesteuertes Auto zum Abflug in den Rumpf fuhr. Klappe zu und los ging es.

Das Team Schwing hatte seine große EC 135 in Polizeilackierung dabei. Angetrieben von einem Webra 145 und pilotiert von Peter Holtackers wurde diese Modell imposant in Szene gesetzt. Nicht dabei war in diesem Jahr Matthias Strupf der seine einzigartige MIL Mi-24 D leider kurz vorher zerstört hatte. Wie wir auf der Messe in Leipzig erfuhren durch den Ausfall seines Senderquarzes.

Eine ganze Flotte von 2 m Modellen hatte Christian und Volker Jung mitgebracht. Es handelte sich hierbei um verschiedene Nachbauten des Westland Wessex MK2 und MK5. Angetrieben wurden die Modelle jeweils von ZG 22 und ZG 38 Motoren.

Nach dem ersten Tag ging es dann wie in den vergangenen Jahren ins geheizte Festzelt, in dem uns ein Alleinunterhalter-Duo mit Musik den Abend verschönte. Dabei wurde dann mit Bier und „Guter Laune“ gefachsimpelt, gelacht und getanzt. Kompliment an den ausrichtenden Verein, der das ganze Wochenende für behagliche Stimmung und gute Verpflegung gesorgt hat.

Nicht alle Piloten stellten sich dem Wettbewerb, so dass letztendlich 27 Piloten in die Wertung kamen. Der zeitweise doch sehr böhige Wind forderte trotz Sonne hier seinen Tribut. Als dann nach den beiden Tagen alle Wertungen beisammen und ausgezählt waren, stellte sich wieder heraus, dass das Bewertungsschema mit den drei Teilen aus Zuschauer-, Jury- und Teilnehmerbewertung wieder einmal ein repräsentatives und nachvollziehbares Ergebnis hervorbrachte. Die genauen Ergebnisse sind der Tabelle zu entnehmen. Neben Urkunden und Pokalen für die Platzierten gab es auch diverse Sachpreise der Fa. Graupner. Herzlichen Dank dafür nach Kirchheim/Teck. Herzlichen Glückwunsch an die drei Podestplätze: 1. Bernd Fischer; 2. Bernd Pöting; 3. Wolfgang Simon.

Ob gewonnen, knapp platziert oder nur dabei gewesen können wir hier auf ein gelungenes Wochenende zurückblicken, bei dem der Trend zur „Zweitturbine“ stark zu erkennen ist. Aber auch mit Standard-Modellen der 180er Klasse ist jeder gerne gesehen und so möchten wir an dieser Stelle unseren Dank an alle Teilnehmer aussprechen und zugleich wieder aufrufen für das Specktakel 2004 in Coburg.




 

Helifantencub 2003 Coburg

Helifantentreffen Coburg 2003



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